Neues von Ole im Februar 2013

26. Februar - Ole lernt den spanischen Schritt

 

Nachdem wir beschlossen haben, die Winterpause zu beenden und auch in der tiefsten Matsche inzwischen wieder longiert und gearbeitet wird, ist das neue Projekt für Tage mit gefrorenem Boden der spanische Schritt und das Anheben der Beine.
Schon am ersten Tag hat Ole verstanden, beide Vorderbeine auf Kommando anzuheben - links hält er von alleine sogar schon richtig in der Luft wie zum spanischen Gruß. Inzwischen kann er auch schon 'hinten links' und nachts scheint er wohl heimlich zu üben - wird jedenfalls täglich besser und Ole hat offensichtlich Spaß an den neuen Übungen. 

Jetzt müssen wir die Aktion 'nur' noch in die Bewegung bringen... :-)

 

 

20. Februar - der Winter nimmt kein Ende...

Den ganzen Winter über bin ich nicht dazu gekommen, hier weiter von Ole zu berichten.
Das liegt einerseits daran, dass sich unser Privatleben ein wenig verändert hat - nachdem unsere kleine Familie sich ein wenig vergrößert hat und unsere kleine Wohnung daher endgültig zu klein geworden ist, sind wir nun mitten im Umzug in ein Häuschen in der Nachbarschaft. Andererseits kam ich aber auch deshalb lange nicht zum Schtreiben, weil ich den Winter bei allem Respekt, den ich vorher schon hatte, trotzdem noch deutlich unterschätzt habe. Schon im Sommer hatte ich ihn gefürchtet und auch wenn wir inzwischen doch irgendwie hineingewachsen sind: Der Winter hat uns deutlich gezeigt, wo im Stall und auch im Zeitmanagement unsere Schwachstellen sind.

Nachdem Ole mich nach den ersten vorsichtigen Ritten im Herbst noch unsanft in den Dreck gesetzt hatte, hat sich kurz darauf mit der Zeitumstellung der Alltag im Stall deutlich verändert. Die Tage wurden deartig viel kürzer, dass es mir nur mühsam gelungen ist, nach der Arbeit noch vor der Dunkelheit im Stall zu sein. Die Wiesen verwandelten sich in Windeseile in eine Schlammwüste, die ich mir so schlimm nicht hatte vorstellen können. Mit dem letzten Licht (und oft auch schon mal auch ohne) wurde noch der Stall gemacht und Heusäcke gestopft, Wasser gefahren oder notfalls aufgetaut, eben die Grundversorgung geregelt. Der Reitplatz stand unter Wasser oder war gefroren und für mein Verständnis nicht benutzbar. Frustriert stellte ich schließlich irgendwann fest, dass das einzige was ich in drei Monaten(!) geschafft hatte mit Ole zu machen, ein einziger Spaziergang war. Das hatte ich mir schon anders vorgestellt.

Inzwischen bin ich allerdings wieder guter Dinge und habe sowohl meine Ansprüche, als auch unsere Pläne etwas angepasst.
Obwohl der Reitplatz nach wie vor unter Wasser steht, habe ich beschlossen, ihn einfach trotzdem zu benutzen. Immer auf gute Bedingungen zu warten, würde wohl bedeuten, über die Hälfte des Jahres mit Ole wirklichb gar nicht arbeiten zu können. Und er schreit nach Arbeit, mehr denn je.

Also haben wir inzwischen wieder angefangen zu longieren. Der Boden ist zwar sehr nass, aber der Sand unter den Pfützen trotzdem griffig und abgesehen davon, dass wir beide nach der Arbeit unmöglich aussehen, klappt das ganz gut.
Vor ein paar Tagen habe ich mich sogar wieder auf des Professors Rücken gewagt und bin an der Longe wieder die ersten Runden getrabt. Das freut mich sehr und wir beide sind überaus motiviert.

Heute haben wir noch im Dunkeln mit dem spanischen Schritt angefangen und Ole hat schnell verstanden, auf Kommando die Beine zu heben. 

Ich freue mich unglaublich auf den Frühling und habe im Winter immerhin eine Menge gelernt. Einiges muss im Stall noch gemacht und draußen befestigt werden, damit der nächste Winter dann etwas entspannter wird. Aber er hat uns auch nicht klein gekriegt, der Winter. Ich hoffe wir sind für den nächsten besser gerüstet und ich hoffe von Herzen, dass es einen geben wird.