Neues von Ole im Juni & Juli 2012

 

26. Juli - Spieglein, Spieglein an der Wand...

Heute durfte Ole bei brütender Hitze im schattigen Vorgarten grasen, weil ich keinen Rasenmäher mehr habe ;-) Nachdem er auch noch mein Rosmarin aus dem Topf vom Tisch gefressen hatte, kam er er auf einen Sprung in der Sattelkammer vorbei und hat da zum ersten mal im Leben einen Spiegel gesehen...

... und festgestellt, dass er tatsächlich der schönste im ganzen Land ist!

 

 

 

22. Juli - Hormone noch alle da

Heute war ich zum ersten mal richtig lange und eine große Runde mit Ole im Gelände spazieren. Petra war mit Hund mit und Ole war sehr, sehr entspannt und hatte ganz offensichtlich Freude an dem abwechslungsreichen Ausflug. Ein mal hatte er Angst an einem großen Haufen Holz vorbei zu gehen,- hat sich aber schnell überzeugen lassen und wieder entspannt. Die Runde dauerte eigentlich eine dreiviertel Stunde. 
Relativ kurz vor dem Ende der Runde trafen wir plötzlich auf mehrere Pferde von mehreren Seiten, was ihn und seine dahindämmernden Hormone dann offenbar überfordert hat. Zuerst kam uns eine Reiterin entgegen, was er an sich schon etwas aufregend fand, wo aber noch einigermaßen anständig blieb. In Sichtweite waren da schon zwei aufeinanderfolgenden Koppeln mit jeweils zwei Pferden drauf, an denen wir vorbei mussten. Da hat er dann richtig den Max gemacht. Und gerade auf der Höhe der Koppeln mit den anderen Pferden kamen uns dann auch noch zwei ausreitende Friesen entgegen - das war dann endgültig zu viel für das frisch kastrierte Ross. Vergessen waren die verlorenen Eier und ich hatte ein Momentchen richtig zu kämpfen. Nicht wirklich ein Spaß.

Das Schwierige an Oles 'Erziehung' (was ich so von keinem anderen Pferd kenne) ist, dass er im Alltag und zu Hause niemals Grenzen überschreitet, sehr gelehrig ist und sich wirklich immer äußerst korrekt verhält. Er hält immer seinen Mindestabstand ein, ist nicht ansatzweise dominant. Wenn er allerdings in eine (seiner Meinung nach) Ausnahmesituation gerät, was immer dann der Fall ist, wenn er auf andere Pferde trifft, ist er nicht mehr wirklich ansprechbar. Ich bin da absolut nicht zimperlich und auch reaktionsschnell, aber auch prompte und äußerst deutliche Zurechtweisungen scheint er dann einfach nicht mehr wahr zu nehmen. Es ist als kommt nichts davon bei ihm an.
Schade jedenfalls, dass dieser fast bis zum Schluss so entspannte Spaziergang so absolut unentspannt zu Ende ging. Auch später auf der Wiese hat er noch lange allen, die bei dem schönen Wetter vorbei geradelt oder gelaufen kamen, lautstark verkündet, was er für ein toller Hecht ist. 


Ich bin gespannt, wie sich sein Verhalten in den nächsten Wochen ändern wird. Ob das Problem mit den anderen Pferden wirklich ein Hormon Problem ist und sich automatisch bessert. Wenn nicht, sehe ich die einzige Möglichkeit, hier besseres Verhalten zu üben, in der Konfrontation mit anderen Pferden. Und das wird sicher nicht einfach.

Da ist sie also wieder - die große Herausforderung...

 

 

 

20. Juli - Neues von Minou

hat Anja gestern ausführlich erzählt (vielen Dank noch mal für Deine Hartnäckigkeit!)
Minou ist Oles zwei Jahre ältere Halbschwester - sie hat den gleichen spanischen Vater und ihre Mutter ist eine Friesenstute, Oles Großmutter mütterlicherseits :-)

Anja hat viel von ihr erzählt und wir konnten viele Gemeinsamkeiten feststellen. Ich freue mich über den sehr netten Kontakt und hoffe auf regelmäßige Neuigkeiten und aktuelle Bilder :-)) Bis bald!

 

 

 

17. Juli - Ein Ausbildungstagebuch für Ole

Inzwischen kann man ja bei der täglichen Beschäftigung mit Ole schon beinahe von 'Ausbildung' sprechen.. ;-) Ich stelle fest, dass er dabei ungeheuer gelehrig, sehr motiviert und allen neuen Lerninhalten gegenüber sehr aufgeschlossen ist.

Da ich weder ein Profi bin, noch bei seiner Ausbildung nach irgendeinem speziellen System oder Ausbilder, sondern sehr intuitiv vorgehe, möchte ich gerne festhalten, was genau wir machen, weil es vor allem für mich selbst interessant ist. So kann ich mir einen ganz guten Überblick verschaffen und später einzelne Ausbildungsphasen durch den Gesamtzusammenhang auch besser kritisch hinterfragen. 
So gibt es also nun ein stichwortartiges Ausbildungstagebuch sortiert von unten nach oben unter Ausbildung.

 

 

12. Juli - Verlust der Kronjuwelen
Gestern wurde Ole kastriert und hat alles schon sehr gut überstanden.
Steffi und Alisha kamen um zu helfen (Danke!!!) und morgens um zehn hatte unsere Tierärztin des Olsens Eier schon erfolgreich ausgebaut. Er wurde auf dem Reitplatz kastriert und wo er schon mal weggetreten war, habe ich gleich noch die Zähne kontrollieren lassen. Bis auf einen Wolfszahn, der kurzerhand entfernt wurde, ist mit den Zähnen soweit alles ok. Nachdem er aus der Narkose aufgewacht war und wieder in seine Box laufen konnte, war er noch bis am Abend ziemlich benommen und stand sichtlich leidend unter dem schmerzhaften Verlust noch lange regungslos in seiner Box.

Heute geht es ihm aber schon wieder richtig gut - er ist schon ganz der Alte. Wobei - irgendwie ist er zugewandter als sonst, aber das ist wohl eher Zufall.
Jedenfalls freue ich mich für ihn. Ich bin sicher, dass er ein auch anderen Pferden gegenüber umgängliches und gesellschaftsfähiges Pferd werden wird und dass er mit ihnen mehr Spaß haben wird.
Gute Besserung, Ole! 

 

 

8. Juli - Ruhe nach dem Sturm...

Nachdem Héro vor einer Woche bei uns eingezogen war, hielten wir ihn die esten beiden Tage von den beiden anderen getrennt. Die ersten Nächte verbrachten alle drei ausnahmsweise in der Box und die dritte Nacht sollte schon die letzte sein..


An ihrem ersten Tag gemeinsam auf der Koppel haben sich die Pferde sehr friedlich verhalten und den ganzen Tag einträchtig zu dritt zusammen gegrast. Erst nach vielen Stunden rastete Ole am Abend plötzlich aus und hörte selbst dann nicht auf damit Héro anzugehen, als der schon am Boden lag. Miriam konnte mit Gebrüll und Peitsche Schlimmeres gerade noch verhindern, als Ole schon zum Sprung auf das bereits am Boden liegende Pferd ansetzte...

Am nächsten Tag habe ich Héro selbst in einen anderen Stall gefahren, was uns allen sehr leid tat. Wir werden keinen weiteren Versuch unternehmen, diese beiden Pferde zu vergesellschaften. 

Ich hoffe sehr, dass er mit der Kastration nun nicht mehr verliert als seine Männlichkeit und sein pferdeunverträgliches Verhalten. Ich bedaure diesen Schritt sehr, aber es war auch immer klar, dass er gesellschaftsfähig sein muss, was er so nicht ist. Auch für Lasalle ist er nach dieser Vorstellung auf Dauer ein zu großes Risiko und da Einzelhaft für mich nicht in Frage kommt, werden wir nun auch nicht lange fackeln.
Schade, aber ich freue mich auf einen auch mit anderen Pferden umgänglichen Wallach.  

 

 

1. Juli - heute ist Héro bei uns eingezogen!
Héro ist ein ganz hinreißender 11jähriger Freiberger Wallach - selbstbewusst und überraschend temperamentvoll, aber sehr brav. Ole war sehr verwundert darüber, dass er sich an seinem ersten Tag trotzdem viel mehr aufs Fressen konzentriert hat als auf ihn..  :-)   Wir hoffen, dass sie sich auch zusammen später gut vertragen und freuen uns auf eine lange gemeinsame Zeit mit ihm!

 

 

 

 

5. Juni - Ole trägt Lui & Lisa

nach dem Hufschmied Termin heute durfte ich Ole mit Sattel und Trense eine Runde mit Lui und eine mit Lisa führen, was er super brav gemacht hat. 

 

 

 

4. Juni
Selbstversorger

Nachdem die Oma Lui zu Ostern Samen geschenkt hat und wir gleich ein Beet angelegt hatten, wachsen inzwischen sogar die 'schwierigen' Karotten. Radieschen haben wir schon geerntet, die Tomaten werden auch endlich groß und kräftig und der Salat ist gar nicht mehr aufzuhalten. Wer hätte das gedacht: wir und Gemüse...