Neues von Ole im November 2012

23. November

So langsam wird es abends schon richtig kalt und nachdem ich heute den Stall fertig hatte, hat sich der Professor gleich mal ein Schläfchen im warmen Bett gegönnt. 
In den letzten Tagen ist es wieder zauberhaft schön im Stall - die Pferde genießen die offene Sommerkoppel und das trockene Wetter und wir freuen uns über ein paar matschfreie Tage.
Eine ganz besondere Stimmung liegt gerade auf den Wiesen - der Nebel hüllt den Hof in eine friedliche Ruhe und zaubert die lauten Tage beiseite.
Wenn auch die Tage im Moment sehr besonders und so ganz besonders schön sind -
es ist doch immer ein großes Glück, hier anzukommen...
Ich liebe diesen Ort und seine Zauberkräfte!

 

 

Alte Zeiten...
gerade beim Aufräumen entdeckt und mit Herzklopfen in
Erinnerungen gebadet: 'Pony', das unvergessene Seelenpferd... 

 

 

 

15. November -
wo ist die Zeit geblieben...?

... oh weh, so lange sind die letzten Neuigkeiten schon her... Inzwischen ist es also November geworden und schon den ganzen Oktober war keine Zeit zum Schreiben...
Allerdings gibt es auch kaum Neues: Die Herren sind seit Mitte Oktober wieder zu dritt, was jetzt auch endgültig so bleiben soll. Der spanische Estudiante war genauso schnell wieder ausgezogen wie er eingezogen war, aber die aktuelle Stallbesetzung ist tatsächlich ziemlich perfekt. Die Arbeit mit der kleinen Truppe ist für uns gut machbar (Danke Tanja für den großen Anteil!) und alle haben reichlich Platz.
Die Jungs sind wohlauf, genießen im Moment nach viel zu viel Regen endlich ein paar trockene Tage und überarbeiten sich auch weiterhin nicht. Seit meinem etwas heftigeren Sturz hatte ich keine Gelegenheit mehr mit Ole weiter zu arbeiten - zu viel Arbeit an zu kurzen Tagen - auch für Bodenarbeit reicht die Zeit kaum. Die Winterzeit entpuppt sich nach der Umstellung wie zu erwarten war leider pferdetechnisch als überaus kontraproduktiv. Ich bin schwer damit beschäftigt nach der Schule überhaupt noch bei Tageslicht im Stall anzukommen und nach der Arbeit mit dem Drumrum ist es dann endgültig zu dunkel für die Arbeit mit dem Pferd. Der Herr Olsen ruft laut nach Beschäftigung und Abwechslung und so hoffe ich, dass trotz dunkler Winterzeit demnächst etwas mehr Zeit für die Pferde zurecht organisiert werden kann.
Die Jahreszeit zeigt uns außerdem ganz deutlich was noch alles auf der Liste steht:
Die Fertigstellung des befestigten Paddocks, befestigte matschfreie Eingänge zu den Koppeln, das Fressgitter zur Scheune und eine gut durchdachte Pumpen- und Tränken-Lösung für den Winter (Luxuswünsche wie Flutlicht auf drainagiertem Reitplatz kommen erst mal nur in ganz, ganz kühnen Träumen vor..)

In gespannter Erwartung dieses ersten Offenstall Winters habe ich meinen Perfektionismus und meine Ansprüche also vorerst gut und warm verpackt - einiges ist leider doch nicht mehr fertig geworden und nun muss es eben so gehen.
Aber ich freu mich sehr darauf, im nächsten Frühling dann entspannt das jetzt Gelernte wieder voller Tatendrang an langen und endlich wieder hellen Tagen umzusetzen... :)