November / Dezember 2015

24. Dezember
Wir wünschen allen ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest,
abseits der Hektik des Alltags ein bisschen Zeit und Ruhe, um auch das Wortlose wieder zu hören und kleine Wunder zu sehen...

19. Dezember
Heute war ein unglaublicher Tag, schöner als beinahe jeder Frühlingstag. 17 Grad und Sonne, ein paar Tage vor Weihnachten. Von mir aus könnte es das ganze Jahr so sein, nur weniger feucht mit nutzbarem Reitplatz, mehr bräucht ich nicht, herrlich..

Gestern hat uns der gute Klaus 3 große Ballen Heu gebracht - die Scheune ist damit voll und wenn wir Glück haben, reicht das, bis es tatsächlich Frühling wird. An einer weiteren Rationierung für die viel zu dicken Rösser muss ich dringend weiter arbeiten - durch das neue große Netz haben sich beide Jungs erschreckend schnell ein jeweils ihrer Größe entsprechendes Loch genagt und bleiben daher weiterhin übergewichtig.. ;) 

Viel Neues gibt es von den beiden nicht - sie haben für das warme Wetter eindeutig zu viel Fell und meckern daher auch nicht über die wenige Arbeit. Ole wird einigermaßen regelmäßig in Gummistiefeln longiert, watet dabei tapfer durch die Fluten, hebt die Beine, wölbt den Rücken und erträgt, dass ihm das Brackwasser in die Nase spritzt. Bei dem Programm erträgt es sich gut, dass wir immer noch keinen Sattel haben, aber mit den Gedanken beim nächsten Frühling suche ich weiter fast täglich im Internet nach einem passenden Barock-Traum.

Der Beppo freut sich, dass Lui Ferien hat und aus dem Internat zurück ist - die beiden sind in letzter Zeit noch mal richtig spürbar zusammengewachsen und haben viel Spaß bei ihren Spielereien und Übungen. 

Ach ja, und der Ole trägt neuerdings eine Decke für den täglichen Koppelgang während wir sauber machen. Weil er es regelmäßig geschafft hat, sich in dieser halben Stunde derartig im Dreck zu suhlen, dass danach an Arbeit nicht mehr zu denken war. Er kann die Decke nicht leiden, aber ich liebe sie. Wenn er nach Hause kommt, sieht er so aus, mit tennisballgroßen Matschklumpen in der Mähne, aber immerhin trotzdem noch arbeitsfähig... ;)


Und weil es keine schönen neuen Bilder von den Jungs gibt, hier ein paar Auftragsknipsereien von den Nachbarpferden bei Chris..

06. Dezember
So sieht der Ole aus, wenn der Beppo mal einen Auswärts-Termin hat
und ihn alleine zu Hause lässt..

Inzwischen ist auch bei uns, nach einer noch langen, trockenen und schönen Zeit, das Schmuddelwetter eingezogen.
Es sind diese Tage gekommen, an denen die Zeit nur noch für die nötigste Arbeit reicht, an denen ich die Stallarbeit im Kampf gegen die Dunkelheit mache und wenigstens sowieso nicht reiten könnte, weil der Platz unter Wasser steht. 
Das sind auch diese Tage, an denen man sich schon auch manchmal fragt, wofür das alles? Die viele Arbeit, die wenige Zeit für andere Dinge. Wenn es so wenig ist, was man mit den Pferden überhaupt tun kann, und so wenig damit auch, was die Pferde zurückgeben können, Freude und Energie - was doch eigentlich ihre Königsdisziplin ist. Uns auftanken, erden, Kraft geben und genießen lassen.. Sie können nichts dafür, sie sind bereit, warten und freuen sich jeden Tag aufs Neue, und haben jeden Tag aufs Neue großzügige Geduld, wenn wieder nichts passiert.. Gut zu wissen, dass auch wieder bessere Zeiten kommen, gut zu wissen, dass der Winter jetzt zwar kommt, aber dann auch wieder geht..
Ich bemühe mich, den Ole wenigstens mehrmals die Woche durch den Reitplatzsee zu longieren, was wir beide zwar nur mittelmäßig schön finden, aber mehr geht zur Zeit meistens nicht. Auch für Beppi ist wenig Zeit seit Lui im Internat ist - der freut sich jedesmal herrlich offensichtlich, wenn sie freitags wieder da ist und genießt die Zeit mit ihr sehr.
Gestern hatten Lui & Beppo mit ihrem Polyteam einen sehr schönen Nikolaus-Auftritt in Frankfurt, bei dem sich der Beppi von seiner allerbesten Seite zeigte und absolut brav war. So brav, dass wir die Kastrationspläne vielleicht doch noch einmal überdenken.. :)
Weniger brav war in dieser Zeit der verlassene große Ole, der kaum aushalten kann, ein paar Stunden alleine zu sein. Der rannte stundenlang rum, als ginge es um sein Leben, durchnässte 3 Abschwitzdecken.. Weil ich ihn nicht alleine lassen wollte, verpasste ich den niedlichen Polyauftritt und fasste den Entschluss, dass wir dringend wieder ein drittes Pferd im Stall brauchen.
Ab sofort bieten wir also wieder einen Offenstallpmlatz für einen verträglichen Wallach... ;)

 

Leider nur ein schlechtes Handbild von den niedlichen Ponys gestern,
Lui & Beppo, Djuna & Bacardi, Lisa & Muffin