Oles Geschichte

wie alles angefangen hat...

 

Ole kam in unser Leben,

lange nach dem Abschied von Pony, dem wunderbaren Seelenpferd. Ich weiß, Pony geht es gut (Danke Nicole!) und nachdem ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein anderes Pferd noch mal mein Herz erobert, kam schließlich Ole. Vielleicht hat er es deshalb geschafft, weil er so ganz anders ist als Pony und ganz anders als alle anderen Pferde, die ich bisher kannte. Außerdem hatte ich noch nie ein Fohlen. Meine beiden anderen Pferde bekam ich dreijährig und konnte ihre Pferdekindheit nicht miterleben. Eigentlich wollte ich auch nie ein Fohlen - das Risiko schien mir zu hoch - es kann so viel passieren bis sie endlich groß sind...  Heute weiß ich, dass es eine ganz große Freude ist, ein Pferd aufwachsen zu sehen und auch so früh schon eine Bindung aufzubauen.

 

 

Ole hat das typisch knabstrupperische 'Menschenauge'
Ole hat das typisch knabstrupperische 'Menschenauge'

Ein Pferd wie Ole ist mir bisher nie begegnet. Pony war immer mein Seelenpferd, wir waren uns unglaublich nah und ganz besonders verbunden. Ole kenne ich noch nicht so lange wie Pony und sehe ihn im Moment nur selten, trotzdem weiß ich, dass wir uns nicht ohne Grund gefunden haben und bin gespannt auf alles, was ich von ihm lernen darf. Und Ole ist so anders: Er ruht vollkommen in sich selbt - er ist sich völlig und wahrhaftig selbst genug. Er ist kein Einzelgänger und genießt nicht nur die Pferde, sondern auch meine menschliche Gesellschaft, aber man hat dabei immer ein wenig den Eindruck, er braucht uns nicht. Er ist so völlig unabhängig von allem und jedem anderen. Ole hat eine ganz besondere Ausstrahlung und fast alle, die ihm begegnen, haben das Gefühl, er weiß auf sonderbare Weise Bescheid. Mit einer Art von Zauber, die ihn umgibt, steht er irgendwie über den Dingen und wirkt manchmal als sei ihm das normale irdische Leben im Grunde ein wenig zu banal. Trotzdem ist er auch lustig und für jeden Spaß zu haben, er ist unglaublich gelehrig, spielt gerne und würde vermutlich seine Schwiegermutter verkaufen für eine Karotte.. :o)


“Auf ein Pferd, das aus Angst gehorcht, ist kein Verlass. Es wird immer etwas geben, vor dem es sich mehr fürchtet als vor dem Reiter. Wenn es aber seinem Reiter vertraut, wird es ihn fragen, was es tun soll, wenn es sich fürchtet.“

Antoine de Pluvinel (1555-1620)